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Die verwendeten Dichtungen im Laufe der Zeit

Die unterschiedlichen Systemdichtungen sind Ergebnis des KVP - unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Das System wird dabei stets optimiert und an die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

Bei der Entwicklung des Systems wurde dieses zunächst für den reinen Hochwasserfall konzipiert. Bis dato waren diese Katastrophenfälle zumeist absehbar und ließen den Gewässeranrainern etwas Zeit um Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Daher genügte es zunächst die senkrechten Fugen mit Silikon aus einer Kartusche abzudichten, dass bis zum Eintreffen des Hochwassers aushärten konnte.

Die Abschlussdichtungen (ASD)

Mit Zunahme der Starkregenereignisse wurde es notwendig schneller auf Wettersituationen zu reagieren. Das Auftragen und Aushärten von Silikon war für den schnellen Einsatz daher ungeeignet. Eine Alternative stellt die Abschlussdichtung (ASD) dar, die aus (salopp formuliert) Silikon auf einem Trägerstreifen besteht. Diese haftet auf Metall und kann sogar noch dann appliziert werden, wenn das Wasser bereits am System anschlägt. Die Dichtung ist bei pfleglicher Verwendung für viele Einsätze ausgelegt und kann in der einsatzfreien Zeit auf der Rückseite der Staulamellen eingeklebt werden. So sind sie zu jeder Montage einsatzbereit!

Das Ergebnis der ASD war ein hoher Zeitgewinn. Durch das Aufkleben auf Lamellenstapel und Halteschienen wird das System innerhalb weniger Sekunden abgedichtet. Der Vorteil der flexiblen Dichtmasse birgt jedoch einen Nachteil: sobald Klebefläche auf Klebefläche gelegt wird verbinden sich diese, was im schlimmsten Fall zur Unbrauchbarkeit der Dichtstreifen führt. Gleichfalls lässt sie sich bei langer Einsatzzeit (von mehreren Tage) nur unter Kraftaufwand vom Metall lösen. Aus diesem Grunde liegen jedem System 2x2 Streifen bei, so dass Ersatz direkt verfügbar ist. Andernfalls sollte eine Nachbestellung erfolgen.

Die Innendichtungen

Um die zusätzliche Anbringung der ASD zu umgehen wurden 2015 erstmals Innendichtungen in den Halteschienen montiert. Diese liegen nur so weit in den Schienen, dass die Lamellen sie berühren und nicht überdecken. Die Qualität der Abdichtung ist gleichwertig zur ASD, das Anbringen von zusätzlichen Dichtungen entfällt dadurch. Die Innendichtungen bestehen ebenfalls aus Moosgummi in EPDM-Qualität und sind Witterungs- und UV-Beständig. Es kann hilfreich sein, sie gelegentlich mit etwas Gummipflegemittel geschmeidig zu machen, so dass die Lamellen leichter passieren können.

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Die Klemmstücke können die Lamellen nicht erreichen, wenn davon weniger (hier zum Beispiel: 2 Stück) eingelegt würden.

Eine Besonderheit ergibt sich jedoch in deren Verwendung: sie befinden sich im Laufweg der Klemmstücke, so dass diese sie nicht passieren können. Sie sind daher etwa 2 cm kürzer als die gewünschte Stauhöhe. So wird sichergestellt, dass die eingesetzten Klemmstücke nicht auf der Dichtung aufliegen und sie nicht beschädigen können. Das bedeutet auch, dass alle bestellten Lamellen eingesetzt werden müssen. Eine geringere Lamellenzahl bedingt, dass die Klemmstücke nur auf der Dichtung, nicht aber auf der obersten Lamelle aufliegen.

Wir gehen davon aus, dass auch für Sie die Dichtigkeit des Systems Vorrang vor einer variablen Lamellenzahl hat. Zumal das Einsetzen aller Lamellen hingegen nur wenige weitere Sekunden bedeutet.Insofern eine variable Lamellenzahl gewünscht wird sind die Innendichtungen dauerhaft unter Kraft aus den Schienen zu entfernen. Stattdessen kann mit den beschriebenen Abschlussdichtung gesichert werden, die ebenfalls der Lieferung beiliegt.

Falls Sie hingegen längere Halteschienen bestellen (um eine Option für weitere Lamellen in der Zukunft offen zu halten) gilt: die Innendichtung wird nur so hoch ausgeführt, wie zuerst Lamellen bestellt wurden. Bsp.: 5 Lamellen = 50 cm Stauhöhe. Weitere, hinzugekaufte Lamellen müssen ebenfalls mit der separaten Abschlussdichtung gesichert werden!

Bitte beachten Sie, dass es sich bei allen Dichtungen um Verschleißteile handelt, die insbesondere durch deren Nutzung, auch aber durch ruhende Lagerung der Teile in der einsatzfreien Zeit in Mitleidenschaft gezogen werden können. Zustand und Funktion sind daher periodisch zu prüfen; defekte Dichtungen sollten schnellstmöglich ausgetauscht werden!

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